Im Stillen

Sehnsucht

 

Sehnsucht reißt, sie zieht und zerrt, sie fleht und schreit. Sie fordert und nimmt, sie blüht und gedeiht. Sie tötet und greift, nach allem was schweigt, was hindert und neigt und sie erkennt, dass nichts mehr bleibt, wenn sie sich nimmt, was ihr erscheint, als ihr Eigen, ihr Besitz, ihr Gewinn und in allem bleibt ein zarter Nebel, der nicht steigt, sondern sich legt, verschleiert, vernebelt, vertreibt... und unter ihm eine unbequeme Wahrheit, einverleibt, verwandelt, verhext, zum nötigsten zersetzt, zerstört, zerstückelt, zerlegt, unerzogen schweigt... die Wahrheit neigt, verbogen, zu Neuem erhoben und doch irgendwie gefangen in ihrer Freiheit selbst und... besonders. Besonders in ihrer Gestalt, trotz ihrer Gewalt, trotz ihrer Macht, sie immer wacht, über der Wahrheit zarten Klang. Vernichtet. Verlogen. Verloren. Verstoßen.

 

 

 

Und doch sage ich Dir... so manches Male schmeckt sie lieblich, ja gar verführerisch und so lege ich mich in ihre zarten Arme und lasse sie gewähren, ihr vernichtendes Spiel... mit mir.. meinem Leben und Sein, in dieser Finsternis der Leichtigkeit lass ich sie erleben, was es heißt Teil zu sein, Teil meiner Selbst, Teil meines Tanzes, Teil und nicht Ganzes und

 

sie schweigt!

 

Wolken

 

Wolken schweben, Wolken ziehen, Wolken formen sich, zu Neuem, zu phantastischen Träumen, die nicht sind.

 

Sie verändern, verwandeln, verformen sich - ein ewiger Zauber der Transformation, in veränderlichen Formationen, die niemals sind, denn stets sind sie am werden.

 

 

 

Gedanken schweben, Gedanken ziehen, Gedanken formen sich zu Neuem, zu phantastischen Träumen, die nicht sind.

 

Sie verändern, verwandeln, verformen sich - ein ewiger Zauber der Transformation, in veränderlichen Formationen, die niemals sind, denn stets sind sie am werden.

 

Flügelschlag

 

Nun sitze ich an Deinem Tisch und frage mich, wer Du gewesen bist.... Wer Du wohl warst, an diesem Tisch, der nicht gegangen, sondern ist.... Woran Du dachtest, in der Stille, wovon Du träumtest, Tag und Nacht, was Du wohl wünschtest, was Dein Wille, was Du ersehnt, gehofft, bedacht.

 

 

Hier sitze ich. Ich träum von morgen, doch auch von Gestern, von dem was war. Ich spür' die

Sehnsucht, den Wunsch zu fliegen, die Freiheit Deine Hoffnung war. Hier warst Du frei, mit all den Flügeln, hier war Dein kleines Paradies, kein Mensch, der zwang Dich stets zu zügeln, Gedanken rein und sternenklar.

 

 

Du darfst hier bleiben, mit all den Wünschen, Du darfst hier wohnen, endlich frei. Ich will versuchen Dich zu ergänzen, die Freiheit uns gemeinsam sei. Ich will Dich achten und still bewahren, die Seele, die Du hier hinterlässt, Du bleibst in Allem still bestehen, Du bleibst in allem, was war,

 

 

Du bist!

 



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